NACHZÜGLER UND ABNAHME DES GEMEINSCHAFTSEIGENTUMS

BAUTRÄGER & RECHT: Nachfolgend finden Sie eine Sammlung von Urteilen zum Thema "Nachzügler und Abnahme des Gemeinschaftseigentums".

 

Weitere Urteile zum Thema Bauträgerrecht finden Sie hier.

Die Darstellung der Rechtsprechung stellt keine anwaltliche Beratung dar. Ich hafte nicht für eine fehlerhafte Darstellung der Urteile.

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BAUTRÄGER & RECHT | BINDUNG EINES NACHZÜGLERS AN EINE BEREITS ERKLÄRTE ABNAHME IST UNWIRKSAM

(BGH, URTEIL VOM 12.05.2016 - VII ZR 171/15)

 

Die von einem Bauträger in einem Erwerbsvertrag gegenüber Nachzügler-Erwerbern gestellten Formularklauseln "Die Abnahme des Gemeinschaftseigentums ist durch das Ingenieurbüro K. … am 25.11.2002 erfolgt. Die Verjährungsfrist für Ansprüche und Rechte wegen Mängeln am Gemeinschaftseigentum läuft für den Käufer zum selben Termin ab wie für diejenigen Käufer, welche die gemeinschaftliche Abnahme durchgeführt haben" sind unwirksam.

 

 

BAUTRÄGER & RECHT | KEINE BINDUNG EINES NACHZÜGLERS AN EINE BEREITS ERKLÄRTE ABNAHME

(BGH, URTEIL VOM 25.02.2016 - VII ZR 49/15)

 

Eine Klausel im Bauträgervertrag, welche einen sogenannten Nachzügler an die Abnahme früherer Erwerber bindet, ist, da sie bei dem Nachzügler zu einer Verkürzung der Gewährleistungszeit führt, unwirksam. | mehr

 

 

BAUTRÄGER & RECHT | NACHZÜGLER IST AN EINE BEREITS ERKLÄRTE ABNAHME NICHT GEBUNDEN

(OLG FRANKFURT, URTEIL VOM 30.09.2013 - 1 U 18/12)

 

Der Erwerber von Wohnungseigentum kann im formularmäßigen Bauträgervertrag nicht an Abnahmeerklärungen zum Gemeinschaftseigentum gebunden werden, die ein ihm vom Bauträger vorgegebener Sachverständiger oder der erste Verwalter abgeben.

Ebenso wenig kommt eine Bindung solcher Erwerber an bereits abgegebene Abnahmeerklärungen des Sachverständigen oder des Verwalters in Betracht, die ihren Bauträgervertrag erst nachher abschließen ("Nachzügler").

 

 

BAUTRÄGER & RECHT | NACHZÜGLER IST NICHT AN EINE BEREITS ERKLÄRTE ABNAHME GEBUNDEN

(OLG MÜNCHEN, URTEIL VOM 03.07.2012 - 13 U 2506/11)

 

Grundsätzlich muss nicht nur das Sondereigentum, sondern auch das Gemeinschaftseigentum von jedem einzelnen Erwerber abgenommen werden.

Die Abnahme des Gemeinschaftseigentums durch einen Erwerber hat nur für den jeweiligen einzelnen Erwerber Folgen und wirkt nicht für andere - etwa zeitlich nachfolgende - Erwerber. Damit sind Mängelansprüche erst dann verjährt, wenn für den letzten Erwerber ("Nachzügler") Verjährungseintritt erfolgt ist.