FACHANWALT

In Sachsen sind 4.712 Rechtsanwälte zugelassen. Hiervon sind 142 Fachanwälte für Bau- und Architektenrecht und 135 Fachanwälte für Miet- und Wohnungseigentumsrecht (Quelle: Fachanwaltstatistik der Bundesrechtsanwaltskammer, Stand 01.01.2018).

Einem Rechtsanwalt kann eine Fachanwaltsbezeichnung verliehen werden, wenn er nachweist, dass er über besondere theoretische Kenntnisse und besondere praktische Erfahrungen verfügt. Solche liegen vor, wenn sie auf dem jeweiligen Fachgebiet das Maß dessen, was üblicherweise durch die berufliche Ausbildung und praktische Erfahrung im Beruf vermittelt wird, erheblich übersteigen.

Der Erwerb besonderer theoretischer Kenntnisse setzt in der Regel voraus, dass der Rechtsanwalt an einem Lehrgang, dessen Gesamtdauer mindestens 120 Zeitstunden beträgt, teilnimmt und mindestens 3 schriftliche Leistungskontrollen besteht.

Der Erwerb besonderer praktischer Erfahrungen setzt voraus, dass der Rechtsanwalt innerhalb von 3 Jahren eine bestimmte Anzahl von Fällen persönlich und weisungsfrei bearbeitet hat. Beim Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht sind es 80 Fälle, davon mindestens 40 gerichtliche Verfahren, wobei es sich bei mindestens 6 dieser Verfahren um selbständige Beweisverfahren handeln muss. Beim Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht sind es 120 Fälle, davon mindestens 60 gerichtliche Verfahren.

Ich habe die besonderen theoretischen und besonderen praktischen Erfahrungen nachgewiesen, weshalb mir die Fachanwaltsbezeichnungen

verliehen wurden. Um die Fachanwaltsbezeichnungen auch zukünftig führen zu dürfen. nehme ich kalenderjährlich an anwaltlichen Fortbildungsveranstaltungen von mindestens 15 Zeitstunden pro Fachgebiet teil.